Selbstwertgefühl

Die Basis für einen sicheren Umgang mit sich und der Umwelt hängt eng mit dem Selbstvertrauen und dem Selbstwertgefühl zusammen.

Die Basis eines gesunden Selbstwertgefühl s wird nach gängigen Theorien in der Kindheit gelegt - vor allem durch das Ausmaß an Zuneigung und Anerkennung, also Urvertrauen, die ein Mensch insbesondere von den Eltern und/oder weiteren Bezugspersonen erfährt. Und es zeigte sich, dass Menschen mit hohem Selbstwertgefühl kontaktfreudiger und glücklicher als andere Menschen sind.

Selbstwertgefühl - Gestalttherapie

Das Wort „Gestalt hat die Bedeutung von „gestalten“, formen, eine Form bilden, ein sinnvoll organisiertes GanzesGestalt ist - nicht nur in der Psychologie - etwas der Natur innewohnendes. Wir könnten nicht leben, wenn wir all die Millionen Gestalten und Formen, denen wir Tag für Tag begegnen, registrieren würden, ohne sie irgendwie zu ordnen, indem wir „GestaltenoderGanzheitenbilden. In seelischer Hinsicht bedeutet dies, dass wir als Individuen das Bedürfnis haben, auch seelische Prozesse als Ganzheiten zu erleben. Es tut gut, offene „Geschäfte“ abzuschließen. Unabgeschlossene „Geschäfte“ blockieren uns seelisch und behindern uns in unserem Leben.  

Gestalttherapie ist eine erlebnis- und  erfahrungsorientierte Therapie. Will man sie beschreiben, ist es ähnlich wie mit intensiven Gefühlen: man kann Eindrücke oder  Stimmungen vermitteln, aber es gibt keine objektive Darstellung, die bei jedem das gleiche Gefühl nachvollziehbar oder nacherlebbar macht. Hier möchte ich einen kurzen Einblick in den gestalttherapeutischen Ansatz geben:  

Selbstwertgefühl - Worum geht es in der Gestalttherapie?

In der Gestalttherapie geht es um die Befreiung oder Wiedergewinnung unterdrückter Lebensenergie. Dabei steht im Mittelpunkt das Kontaktverhalten des Menschen zu  anderen Menschen wie zu Familie, Freunden und Fremden. Wirklicher Kontakt basiert auf der Wertschätzung von Unterschieden, auf der Bereitschaft Ja oder Nein zu sagen und der Fähigkeit, Gefühle und Handlungen des anderen zu respektieren. Das Kontaktverhalten schließt aber auch den Umgang mit Wissen und Erfahrung ein mit den Fragen: Wie gehen Sie auf die Welt zu? Wie auf alles Neue, das Ihnen begegnet? Sind Sie neugierig, wollen alles kennen lernen, oder verhalten Sie sich zurückhaltend, vorsichtig, warten lieber ab, haben vielleicht Angst vor allem Neuen? 

Und es geht auch um den Kontakt zu sich selbst: Kennen Sie Ihre Wünsche und Bedürfnisse? Setzen Sie sich auch dafür ein? Gelingt es Ihnen – wenn notwendig  - NEIN zu sagen, also sich abzugrenzen? Gibt es auf der anderen Seite auch ein echtes JA? Können Sie Kritik annehmen, aber auch Zustimmung und Lob? Heilung ist aus Sicht der Gestalttherapie nicht an einen äußeren Maßstab gebunden, sondern es geht um das Erreichen eines inneren Gleichgewichts. Fügt sich alles, was Sie sind, zu einem guten Ganzen? Oder gibt es Brüche oder Widersprüche, Ungereimtheiten oder Selbstbehinderungen, die Ihnen das Leben  schwer machen? 

Selbstwertgefühl - Was ist ein gesunder Mensch?  

Gesund ist aus gestalttherapeutischer Sicht jemand, der guten Kontakt zur Realität hat, zu der großen und der kleinen Welt um ihn herum und in ihm selbst. Die meisten Menschen leben irgendwo dazwischen. Wenn wir mit uns selbst im Einklang sind, können wir besser mit unserer Lebensenergie umgehen und sie auf ganz konkrete Dinge richten, die wir durchführen möchten. Wir sind  wach und aufmerksam und unsere Energie ist dort, wo unser Interesse ist, wo wir angerührt sind. Eine „Einheit“, „ein Ganzes werden“ bedeutet dann: die Sprache unseres Körpers, unserer Gedanken, unserer Gefühle zu verstehen und uns danach zu richten. Gibt uns unser Körper ein Zeichen, ein „Warnsignal“, dann können wir auch darauf reagieren. Es bedeutet auch zu erkennen, wenn wir uns fremde Normen auferlegen und damit unseren Energiefluss unterbrechen. Lernen, Freude erleben, Spaß haben, echten Schmerz fühlen, Neid oder Eifersucht deutlich empfinden sind wichtige und gesunde Gefühle, die uns  lebendig halten und die wir alle in uns tragen. 
Lesen Sie hier weiter: www.1-hwk1.de/gestalttherapie/

Selbstwertgefühl - Gestaltungstherapie

Die Gestaltungstherapie hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Verbreitung und Bedeutung gewonnen. Gestaltungstherapie zeigt neue Wege der Persönlichkeitsentwicklung und des Zuganges zu sich selbst, ist ein handlungs- und erlebnisorientiertes Therapieverfahren, vertieft und differenziert das Erleben. Der innere Dialog mit sich selbst  wird angeregt, indem die Gestaltungstherapie die Vielfalt des Ausdrucks und die Möglichkeiten fördert, darüber zu sprechen. Durch bildnerisches Gestalten werden innere Bilder zugänglich gemacht. Und so eröffnet der kreative Ausdruck in Farben und Formen dem Menschen neue Möglichkeiten der Heilung.  

Die Patienten malen, zeichnen und modellieren und können dabei ihre Gefühle, Stimmungen, Phantasien und Erinnerungen in Farbe auf Papier und in Ton ausdrücken. Sie schaffen sich ein sichtbares Gegenüber, ein Bild oder eine Tonfigur, und können so etwas betrachten, wie das innere Abbild ihres Problemthemas. 

Das gestaltete Objekt wirkt so auf den Gestalter zurück, es lässt ihn in seinem Bild Zusammenhänge erkennen, die ihm bisher verborgen geblieben waren. Und eine Folge von Bildern kann darüber hinaus die Entwicklung aufzeigen, die sich aus der Arbeit in der Gestaltungstherapie ergeben hat. 

An dieser Stelle soll noch einmal betont werden, dass für Gestaltungstherapie weder Vorkenntnisse noch besondere Begabungen erwartet werden. Diese Therapie stellt vielmehr eine Möglichkeit bereit, einen persönlichen Ausdruck für die eigenen Gefühle zu finden. Die Therapeutin kann hierbei Anregungen und Hilfestellung geben. 

Selbstwertgefühl - Gestaltungstherapie als heilender Faktor 

Kinder greifen bei traumatische  Ereignissen, z.B. dem Verlust einer Bezugsperson, intuitiv zu bildhaften Mitteln, um das Erlebnis zu verarbeiten. Beim Zeichnen, Malen und im Spiel mit einfachen, selbst gefertigten Figuren wiederholen sie das Erlebte, tauschen Rollen und drücken ihre Wünsche aus. 

Die meisten Erwachsenen haben im Laufe ihrer Entwicklung die Möglichkeit verloren, im gestaltenden Tun sich wieder neu zu erfahren und innerlich zu ordnen. In Zeiten starker innerer Spannung, in Konfliktsituationen und in Lebenskrisen stehen ihnen deshalb nicht genügend Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung. An die Stelle von natürlichen Gefühlsäußerungen treten dann körperliche und seelische Beschwerden.

Die befreiende, heilende Wirkung der spontanen Darstellung wird in der Gestaltungstherapie genutzt. Weitere Informationen zur Gestaltungstherapie finden Sie hier:
www.1-hwk1.de/gestaltungstherapie/

Selbstwertgefühl - Kunsttherapie

Der Mensch begibt sich in einen schöpferischen Prozess, wenn er aktiv etwas gestaltet. Seine inneren Bilder gelangen nach „außen“ und können dort betrachtet werden. Das innere Bild besteht aus Wünschen, Sehnsüchten, aber auch aus Befürchtungen. Die innere Welt kann ein bisschen nach außen treten und als Objekt der Betrachtung zur Verfügung stehen, um heilende Kräfte zu mobilisieren. Wenn es dem Patienten als Gestalter seiner Bilder gelingt, die eigenen dargestellten Probleme aus der Distanz zu betrachten, können sich neue Aspekte und Einsichten einstellen. 

Bei der Betrachtung und Besprechung der gestalteten Objekte geht es zuerst einmal vordergründig um die Erfahrung, etwas geschaffen zu haben, aber auch um den Ausdruck, die Mitteilung der inneren Befindlichkeit. Während der Phase der Betrachtung können im gemeinsamen Gespräch neue Strategien und Lösungswege herausgearbeitet werden. Manchmal passen diese Erfahrungen und Impulse auch zur Lebenswirklichkeit des Patienten und können Anstöße geben, etwas zu ändern. 

Die Arbeiten in Farbe oder Ton werden auch zum Ausgangspunkt für die Gruppenarbeit. Bildnerische Vergleiche ermöglichen den Teilnehmern die eigene Situation besser wahrzunehmen. Sichtweisen erweitern sich und neue Aspekte können eingefügt werden. Schon während des Gestaltens können sich die Gruppenmitglieder gegenseitig inspirieren und anregen lassen. 

Bei der Betrachtung der einzelnen Objekte in der Gruppe besteht nun die Möglichkeit, viele Ideen und Ansichten zu sammeln und die hilfreichsten Äußerungen der Gruppenmitglieder für sich zu nutzen, um individuelle Lösungswege zu finden. In der 3. Phase besteht die Möglichkeit, mit den neu gewonnen Ideen die vorhandenen Objekte weiterzuentwickeln. 

Ziele in der Kunsttherapie:

  • Aktivierung kreativer Kräfte und Stärkung des Selbstausdrucks

  • Relativierung des häufig überhöhten Leistungsanspruches

  • Erleben von Entspannung, Freude und Zufriedenheit

  • Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten und Problemen

  • Verbesserung der Mitteilungsfähigkeit gegenüber anderen Menschen

  • Kontakt zu den eigenen Empfindungen herstellen

  • Entwicklung von Zukunftsperspektiven und Zielvorstellungen

  • Stabilisierung der Persönlichkeit

  • Steigerung des Selbstbewusstseins und Stärkung der eigenen Fähigkeiten

Weitere Informationen zur Kunsttherapie erhalten Sie unter: www.1-hwk1.de/kunsttherapie/

Selbstwertgefühl - Musiktherapie

Aus den alten Heilweisen der Schamanen und Medizinfrauen mit ihrem Instrumentalrepertoire haben sich in den letzten fünfzig Jahren wirksame therapeutische Verfahren entwickelt. In der Verbindung mit Theorie und Praxis verbaler Psychotherapien entstand das, was wir heute als Musiktherapie bezeichnen. 

Der Rhythmus als Teil des Musik-Wirkprinzips kann bei uns da anknüpfen, wo wir schon durch vorgeburtliches Hören des Herzschlages der Mutter (etwa 26 Millionen Mal) bereits die entscheidende rhythmische Prägung erfahren haben. Und dies setzt sich dann nach der Geburt fort – die ganze Welt um uns herum ist Rhythmus, Klang oder Geräusch. Dies erklärt auch, dass wir Antennen oder Sensoren für Rhythmen haben, wo immer wir ihnen begegnen: im Takt von Musik der verschiedenen Stilrichtungen, den Rhythmen von Maschinen oder beim Tanzen. 

Umgangssprachlich beschreiben wir unseren Zustand häufig mit musikalischen Begriffen: ich bin aus dem Takt gekommen, ich bin verstimmt, ich möchte meinen Rhythmus wiederfinden, ich möchte mich einstimmen, einschwingen, Resonanz geben. Modern spricht man heute von „good vibrations“. 

Die Ziele der Musiktherapie sind wie in der verbalen Psychotherapie

Wiedererlangung von Handlungs – und Entscheidungskompetenz, Freude am Leben, Besserung oder Linderung von seelischen Leiden, Minderung oder Rückgang von körperlichen Beschwerden, auch als Reaktion auf seelische Leiden.
Ausführliche Informationen zum Thema finden sie hier: www.1-musiktherapie.de/musiktherapie/ 

Animationen animierte Augen

Weitere Medizinische Informationen und Links für Patienten und Interessierte - von ADHS bis Zwangsstörungen finden Sie hier.

Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.

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Aktualisiert: Juni 2010

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